Konzeption und Lehrveranstaltungsformen

  Wort Methode auf eine Tafel Urheberrecht: RWTH Aachen

Das Studium vermittelt theoretische und praktische Kompetenz in den Grundlagen- und Schwerpunktsfächern der Fachgruppe Chemie und soll zu wissenschaftlichem Arbeiten und der Lösung von chemischen Fragestellungen im Forschungs-, Entwicklungs- und Anwendungsbereich befähigen. Hierzu zählen umfangreiches Fachwissen, Stoffkenntnis, Methodik und wissenschaftliches Arbeitsweise. Es werden neben Kenntnisse in Mathematik und Physik auch Grundkenntnisse in Recht, Toxikologie und EDV vermittelt.

Im Lehramtsstudium kommt zu einer fundierten Basis in den oben genannten Bereichen zusätzlich die Unterrichtung in der chemischen Fachdidaktik.

Die verschiedenen Lerninhalte sind hierbei in Modulen strukturiert wobei ein Modul verschiedenen Veranstaltungen umfassen kann:

Der Theorieteil gliedert sich im allgemeinen in Vorlesung, Übung und Klausur :

  • Die Vorlesung dient zur Vermittelung des Theoriestoffs. Hierbei trägt der/die Professor/-in den Lehrstoff innerhalb der meist eineinhalb stündigen Vorlesungszeit vor, wobei Raum für Fragen und Diskussionen offen bleibt.
  • Die Nachbereitung und Anwendung des Stoffs einer Vorlesung findet in Übungen statt, welche in Eigenarbeit vorzubereiten sind. Die Herangehensweisen und Lösungen werden in der Übungsstunden von einem Dozenten vorgestellt und gemeinsam besprochen. Vorlesung und Übung sind hierbei eng aufeinander abgestimmt.
  • Ein zusätzliches Angebot sind Tutorien, in denen der Vorlesungs- und Übungsstoff in Kleingruppen wiederholt und besprochen wird. Die Tutorien werden von Studenten höheren Semesters geleitet und gehen auf spezielle Verständnisprobleme ein. Hierbei werden außerdem die Mitarbeit und der soziale Kontakt untereinander gefördert.
  • Die Lernziele werden am Ende des jeweiligen Moduls meist mit einer Klausur abgeprüft, die die Note des Moduls festlegt.

Zusätzlich zum theoretischen Teil erfolgt in vielen Modulen auch ein praktischer Teil, in dem Versuche und Experimente, oft in Teams von zwei bis drei Personen vorbereitet, durchgeführt und protokolliert werden. In diesem Teil werden Arbeitstechniken, Umgang mit moderner Laborausrüstung, analytisches Denken, Organisations- und Teamfähigkeit sowie wissenschaftliche Arbeitsweise vermittelt.

Die Praxisteil stellt einen großen Teil des Chemiestudiums dar und wird in mehreren Praktika vermittelt. Ein Praktikum erstreckt sich über mehrere Wochen beziehungsweise das gesamte Semester und umfasst ebenfalls verschiedene Veranstaltungen:

  • In Einführungsseminaren werden von den Praktikumsbetreuern die speziellen theoretischen Hintergründe zu den einzelnen Versuchen (ergänzend zu den Versuchsanleitungen) erläutert und Hinweise zu Sicherheit, Arbeitsweise und Organisation des Praktikums gegeben.
  • Vor der Durchführung wird die Vorbereitung auf den Versuch mit dem betreuenden Praktikumsassistenten in einem mündlichen Vorgespräch/Kolloquium geprüft und verbleibende Fragen geklärt. Schließlich wird der Versuch selbstständig und unter Aufsicht der Praktikumsbetreuer durchgeführt.
  • Während der Versuchsdurchführung im Praktikumslabor sind Messdaten, Beobachtungen und Ergebnisse zu dokumentieren, um diese anschließend in Eigen-/Teamarbeit computergestützt auszuwerten und in einem wissenschaftlichen Protokoll festzuhalten.
  • Abschließend werden Protokoll und Versuchergebnisse in einem Nachgespräch/Kolloquium mit dem betreuenden Assistenten diskutiert und bewertet. Die Note des Praktikums geht ebenfalls in die Note des Moduls ein.